Crowd

Gisèle Vienne

© Estelle Hanania
© Estelle Hanania
© Estelle Hanania
Eine kühle Nacht und der Geruch feuchter Erde umhüllen 15 junge Tänzer*innen. Vorfreude und Erregung sind spürbar. Mit dem einsetzenden Techno-Beat entwickelt sich ein komplexes Geflecht von Emotionen, Sehnsüchten und Spannungen im Mikrokosmos einer tanzaffinen Gemeinschaft. Berauschende, bedrohliche und befreiende Kräfte vereinen sich im kollektiven Ritus der Bewegung.
Die französisch-österreichische Regisseurin, Choreografin und bildende Künstlerin Gisèle Vienne erforscht mit ungemeiner Präzision Konflikte, die innerhalb einer Gruppe junger Menschen aufflackern. Trägt Gewalt auch positives Potenzial in sich? Kann sie als konstruktiver Bestandteil einer Gesellschaft betrachtet werden?
Das Berlin der 1990er Jahre – Techno, Punk und Love Parade – dient Gisèle Vienne ebenso als Inspiration wie zeitgenössische Clubkultur und archaische Riten. Im Sog der Tracks, eine Auswahl von Peter Rehberg, entfaltet sich im Zusammenspiel mit Licht und Bewegung die Magie eines Rave.
Zwischen Tagtraum und Trance flirrend bringt Crowd unsere lineare Wahrnehmung von Zeit zum Stillstand.

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