Kamp

Hotel Modern

© Sonja Zugic
© Hermann Helle
Ein Miniatur-Modell des Lagerkomplexes von Auschwitz füllt die ganze Bühne. Baracken, Eisenbahnschienen, tausende fingergroße Figurinen und das Tor zum Grauen mit der Aufschrift »Arbeit macht frei«. Das Rotterdamer Theater- und Performance-Kollektiv Hotel Modern ist für seine Live-Animationsfilme bekannt und zeigt die bereits 2005 entstandene Arbeit nun erstmals in Wien. Sie ist der Versuch, das Unvorstellbare vorstellbar zu machen: einen der größten Massenmorde der Geschichte, begangen in einer eigens zu diesem Zweck gebauten Stadt. Die drei Spieler*innen Pauline Kalker, Arlène Hoornweg und Herman Helle begeben sich wie überlebensgroße Kriegsreporter*innen in das Set. Sie bewegen die Figurinen und filmen das Alltagsgeschehen des Horrors mit Mikrokameras. Dieses wird ohne Worte live auf eine große Leinwand übertragen. In der posthumen Trauerfeier für Pauline Kalkers in Auschwitz ermordeten Großvater werden wir Zeug*innen der Abläufe und Mechanismen dieser Fabrik des systematischen Quälens und Mordens.

Theater
Film

Wien Debut

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